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Verkehrserziehung im Physikunterricht

„Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können“, das wusste schon Konfuzius. Auch Bernhard Fischer, Physiklehrer der Mittelschule St. Martin arbeitet gerne nach diesem Prinzip. 

 

Im Physikunterricht griff er das Thema „Toter Winkel“ auf eine praktische Art und Weise auf. Sehen und gesehen werden kann im echten Leben innerhalb von Sekunden über Leben und Tod entscheiden. Vor allem bei LKW und Bussen ist das Risiko, sich im sogenannten Toten Winkeln (=jener Bereich rund um das Fahrzeug, der nicht einsehbar ist) zu befinden und übersehen zu werden, besonders hoch. 

 

Deswegen durften die Schülerinnen und Schüler kurzerhand die Rolle eines Kraftfahrzeuglenkers einnehmen und am Fahrersitz eines stehenden LKW Platz nehmen. Jedes Kind durfte diese Erfahrung machen und sah selbst aus der Lenker-Perspektive, wie wenig man in dieser Situation sehen kann, was rund um das Fahrzeug passiert. 

„Die individuelle Erfahrung und Erkenntnis, dass es extrem gefährlich ist, sich im Toten Winkel eines Fahrzeugs zu bewegen, prägt sich mit diesem Praxisunterricht bei den Jugendlichen besonders ein. Sie werden dadurch im Alltag bestimmt aufmerksamer für solche Gefahren“, ist Bernhard Fischer überzeugt. Danke an die Fahrschule Pichler, die den LKW an diesem Tag zur Verfügung stellte.